DigiKliMap
Erfassung und Bereitstellung von Klimadaten für die Produzenten des Obst- und Sonderkulturenanbaus sowie der Landwirtschaft am Beispiel der südlichen Niederrheinischen Bucht
Die Folgen des Klimawandels sind in der Landwirtschaft deutlich zu spüren. Probleme wie späte Frostnächte im Frühjahr, Sonnenbrand am Erntegut, langanhaltende Dürreperioden, Trockenstress sowie lokale Starkregenereignisse treten zunehmend häufiger und intensiver auf. Auch im südlichen Rheinland sind landwirtschaftliche Betriebe von diesen Veränderungen betroffen. Die Region eignet sich aufgrund ihrer guten Böden und des atlantisch geprägten Klimas neben dem Ackerbau besonders für den Obst- und Sonderkulturanbau (Baumschulen, Obst- und Gemüsebau) und gilt als das drittgrößte Obstanbaugebiet Deutschlands.
Im Projekt DigiKliMap soll ein digitales Netzwerk aus Wetterstationen und Bodensensoren aufgebaut werden. Diese werden nach agroklimatischen Grundsätzen in der Region installiert. Diese werden anschließend zusammengefasst und geostatistisch ausgewertet, um regionale Klimadaten präzise zu erfassen. Darüber hinaus soll durch das breite Netzwerk des bio innovationspark e.V. (bioIP) eine Ausweitung des Stationsnetzwerks und eine Beteiligung möglichst vieler landwirtschaftlicher- und gartenbaulicher Betriebe ermöglicht werden.
Ziel ist es, auf dieser Grundlage Betriebsabläufe zu optimieren sowie ressourcenschonende und intelligente Bewässerungs- und Anbaumethoden zu entwickeln. So kann der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln effizienter gestaltet und knapper werdende Ressourcen geschont werden. Auch Arbeitszeit, Energie und andere Betriebsmittel lassen sich durch die genauere Erfassung des Mikroklimas besser einsetzen und möglicherweise reduzieren.
gefördert vom MLV NRW, EIP-Agri
Kennzahlen
Laufzeit: 2024 - 2027
Fördermittelgeber: MLV NRW, EIP-Agri
Leitung: Prof. Dr. Ralf Pude
Bearbeitung: Patrick Schrümpf, Dr. Jürgen Rath
Projektpartner: Bio Innovation Park Rheinland e.V.