MisKaRe

Miscanthus in der Kaskadennutzung: Retentionspotential von Dauerkulturflächen auf Abflussbildungsprozesse zur Reduktion von Hochwasserrisiko & Nutzung der Biomasse in regionalen Wertschöpfungsketten

Angesichts des steigenden Interesses an nachwachsenden Rohstoffen und der Dringlichkeit, Ressourcen effizient zu nutzen, rückt die Kaskadennutzung von Miscanthus zunehmend in den Fokus. Besonders das Retentionspotenzial von Miscanthus im Zusammenhang mit Infiltrations- und Abflussbildungsprozessen steht hierbei im Zentrum der Aufmerksamkeit. In Regionen wie Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz (RLP) gewinnen Flusshochwasser und Starkregenereignisse an Bedeutung, während extreme Wetterbedingungen wie Dürreperioden und starke Niederschläge zunehmen (BKK 2015). Die Trockenheit und die vorherrschende Landnutzung in diesen Gebieten begünstigen den Oberflächenabfluss, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.

Im Rahmen des Projektes „MisKaRe“ werden die Infiltrations- und Abflussbildungsraten auf ausgewählten Testflächen untersucht. Das Hauptziel besteht darin, die Wirkung von Miscanthus auf die Reduzierung des Oberflächenabflusses zu analysieren und zu quantifizieren. Gleichzeitig wird die Fähigkeit von Miscanthus untersucht, Regenwasser im Boden zu speichern und dadurch das Risiko von Bodenerosion zu verringern. Es wird vermutet, dass Miscanthus im Vergleich zu konventionellen Ackerflächen ein erhöhtes Retentionspotenzial aufweist, was auf Faktoren wie längere Vegetationsperioden, tiefere Wurzelsysteme, eine dichte Mulchschicht und erhöhte Regenwurmaktivität zurückzuführen ist.

Um die spezifischen Auswirkungen von Miscanthus auf die Bodenhydrologie und die Umwelt besser zu verstehen und die Akzeptanz bei Landwirten zu fördern, sind weitere umfangreiche Untersuchungen und Feldversuche erforderlich. Diese Ansätze werden im Projekt MisKaRe verfolgt und in den nächsten drei Jahren durch Daten aus wissenschaftlichen Versuchen unterstützt.

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© Katharina Luhmer
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Kennzahlen

Laufzeit: 2024 - 2027

Fördermittelgeber: EFRE.NRW

Leitung: Prof. Dr. Ralf Pude

Bearbeitung: Friederike tho Seeth, Dr. Jürgen Rath

Projektpartner: Universität Bonn: Ökohydrologie und Wasserresourcenmanagement, Universität Freiburg: Hydrologie


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