INRES - Pflanzenernährung

Die Pflanzenernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung e.V. definiert als die Lehre von den Funktionen und der Dynamik von Nährstoffen in Pflanzen, Böden und Ökosystemen und von den pflanzlichen Stoffbildungsprozessen mit den Zielen

  • das Wachstum der Pflanzen zu verbessern
  • die Qualität der Ernteprodukte zu steigern
  • die Bodenfruchtbarkeit zu optimieren
  • das Recycling von Nährstoffen zu fördern
  • den Aufwand an Produktionsmitteln zu vermindern
  • düngungsbedingte Umweltbelastungen zu minimiere

Diesen Zielen widmet sich der Bereich Pflanzenernährung des INRES mit der Professur für Ökopysiologie der Pflanzenernährung (Prof. Dr. Gabriel Schaaf), der Professur für Pflanzenernährung in den Tropen und Subtropen (Prof. Dr. Mathias Becker) und in verschiedenen Arbeitsgruppen.   

Veranstaltungen

Lecture series on current topics of resource management (summer term 2022) with Andreas Bürkert (Uni Kassel) on "Urban-rural linkages" via Zoom.

Zeit: Donnerstag, 14.07.2022 17:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ort: Zoom conference (Meeting-ID662 2099 5934; Password: 085719)
Veranstalter: Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS)
Kontakt: Jakob Rhyner (rhyner@uni-bonn.de, Tel.: +49 228 73-3408), Eike Lüdeling and Mathias Becker

Aus der Pflanzenernährung

Ausgezeichneter wissenschaftlicher Nachwuchs

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des akademischen Jahres der Universität Bonn sind herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen mit den Staatspreisen ausgezeichnet worden, die von den jeweiligen Regierungen gestiftet worden sind. Traditionell werden die Preise zusammen mit dem DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verliehen.

Wie Pflanzen Phosphat erkennen

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben beleuchtet den Mechanismus, mit dem Pflanzen erkennen, ob der Nährstoff Phosphat in ausreichender Menge vorliegt. Diesen Mechanismus aktivieren Pflanzen auch, um Phosphat zu mobilisieren und aufzunehmen. Das Enzym ITPK1 spielt dabei eine besondere Rolle. Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass die Stoffgruppe der beteiligten Signalmoleküle sehr empfindlich auf Phosphat reagiert und die von dieser Stoffgruppe ausgehende Regulation nicht nur in Pflanzen, sondern auch in menschlichen Zellen stattfindet. Die Ergebnisse könnten langfristig zur Züchtung neuer Sorten führen, die mit weniger Phosphatdünger auskommen. Die finale Fassung der Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift „Molecular Plant“ erschienen.

Leben könnte in den Wolken des Jupiters existieren, aber nicht auf der Venus

In den Wolken des Jupiters herrschen Wasserbedingungen, die die Existenz von erdähnlichem Leben ermöglichen würden, aber in den Wolken der Venus ist dies nicht möglich. Das ist das Ergebnis einer neuen Forschungsarbeit unter Federführung der Queen's University Belfast unter Beteiligung der Universität Bonn. Die Studie wurde in Nature Astronomy veröffentlicht.

INRES-Aufnahmen in Nature Astronomy

Die Kondensation von Wasserdampf wird durch Salze gefördert; sie tragen als atmosphärische Aerosole zur Wolkenbildung bei oder bilden dünne Wasserfilme auf Blattoberflächen. Die beteiligten Prozesse werden am INRES mit einem speziellen Elektronenmikroskop untersucht. In einer früheren Publikation von Jürgen Burkhardt mit Mikrobiologen der Universität Belfast und der NASA (Stevenson et al., 2015) wurde die Bedeutung des Phänomens zur Entstehung und Überlebensfähigkeit von Leben unter extraterrestrischen Bedingungen diskutiert. Die im INRES entstandenen Bilder des damals veröffentlichten Videos werden nun in einer aktuellen Veröffentlichung in Nature Astronomy erneut dargestellt (Hallsworth, 2020), diesmal im Kontext möglicher mikrobieller Kontamination der Marsoberfläche.

Kontakt

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