Wie Pflanzen Phosphat erkennen

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben beleuchtet den Mechanismus, mit dem Pflanzen erkennen, ob der Nährstoff Phosphat in ausreichender Menge vorliegt. Diesen Mechanismus aktivieren Pflanzen auch, um Phosphat zu mobilisieren und aufzunehmen. Das Enzym ITPK1 spielt dabei eine besondere Rolle. Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass die Stoffgruppe der beteiligten Signalmoleküle sehr empfindlich auf Phosphat reagiert und die von dieser Stoffgruppe ausgehende Regulation nicht nur in Pflanzen, sondern auch in menschlichen Zellen stattfindet. Die Ergebnisse könnten langfristig zur Züchtung neuer Sorten führen, die mit weniger Phosphatdünger auskommen. Die finale Fassung der Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift „Molecular Plant“ erschienen.

Leben könnte in den Wolken des Jupiters existieren, aber nicht auf der Venus

In den Wolken des Jupiters herrschen Wasserbedingungen, die die Existenz von erdähnlichem Leben ermöglichen würden, aber in den Wolken der Venus ist dies nicht möglich. Das ist das Ergebnis einer neuen Forschungsarbeit unter Federführung der Queen's University Belfast unter Beteiligung der Universität Bonn. Die Studie wurde in Nature Astronomy veröffentlicht.

INRES-Aufnahmen in Nature Astronomy

Die Kondensation von Wasserdampf wird durch Salze gefördert; sie tragen als atmosphärische Aerosole zur Wolkenbildung bei oder bilden dünne Wasserfilme auf Blattoberflächen. Die beteiligten Prozesse werden am INRES mit einem speziellen Elektronenmikroskop untersucht. In einer früheren Publikation von Jürgen Burkhardt mit Mikrobiologen der Universität Belfast und der NASA (Stevenson et al., 2015) wurde die Bedeutung des Phänomens zur Entstehung und Überlebensfähigkeit von Leben unter extraterrestrischen Bedingungen diskutiert. Die im INRES entstandenen Bilder des damals veröffentlichten Videos werden nun in einer aktuellen Veröffentlichung in Nature Astronomy erneut dargestellt (Hallsworth, 2020), diesmal im Kontext möglicher mikrobieller Kontamination der Marsoberfläche.

Buschbrände in Australien: Die Gefahr verheerender Feuer steigt weltweit

Die Ökologin Dr. Anja Linstädter vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn schildert die Folgen der aktuellen Wildfeuer in Australien für die Tier- und Pflanzenwelt.

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