SludgeChain
Systemic Mapping and Understanding of Governance and Regulatory Challenges in Fiber Crop Value Chains
Faserpflanzen wie Hanf und Miscanthus sind vielversprechende Rohstoffe für eine nachhaltige Bioökonomie. Ihr Einsatz in Bereichen wie Baustoffen, Papier oder Faserverbundstoffen wird jedoch durch komplexe, fragmentierte oder nicht mehr zeitgemäße regulatorische Rahmenbedingungen erschwert. Ge-nehmigungsprozesse, Produktzulassungen und Nutzungsvorgaben unterscheiden sich stark zwischen Regio-nen, was zu Unsicherheit führt, Innovationen ausbremst und den Marktzugang begrenzt. Diese sogenannten „regulatory sludges“ stellen eine relevante Hürde für die stoffliche Nutzung biobasierter Ressourcen dar. SludgeChain untersucht diese regulatorischen Herausforderungen systematisch anhand ausgewählter Wert-schöpfungsketten von Faserpflanzen. Auf Basis von Fallstudien, Literaturanalysen und Interviews mit Praxis-akteuren und Behörden werden zentrale Hemmnisse identifiziert, kategorisiert und bewertet. Ziel des Pro-jekts ist es, institutionelle Stellschrauben sichtbar zu machen, die eine innovationsfreundlichere und nachhal-tigere Nutzung von Faserpflanzen ermöglichen – und übertragbare Erkenntnisse auch für andere Bereiche der Bioökonomie zu gewinnen.
Kennzahlen
Laufzeit: 11 2025 - 12 2026
Fördermittelgeber: BioSC
Leitung: Dr. Jeanette Klink-Lehmann, ILR (Uni Bonn)
Bearbeitung:
Projektpartner: INRES Nachwachsende Rohstoffe (Uni Bonn), IBG-2 (FZ Jülich)