INRES - Pflanzenernährung
Die Pflanzenernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung e.V. definiert als die Lehre von den Funktionen und der Dynamik von Nährstoffen in Pflanzen, Böden und Ökosystemen und von den pflanzlichen Stoffbildungsprozessen mit den Zielen
- das Wachstum der Pflanzen zu verbessern
- die Qualität der Ernteprodukte zu steigern
- die Bodenfruchtbarkeit zu optimieren
- das Recycling von Nährstoffen zu fördern
- den Aufwand an Produktionsmitteln zu vermindern
- düngungsbedingte Umweltbelastungen zu minimiere
Diesen Zielen widmet sich der Bereich Pflanzenernährung des INRES mit der Professur für Ökopysiologie der Pflanzenernährung (Prof. Dr. Gabriel Schaaf), der Professur für Pflanzenernährung in den Tropen und Subtropen (Prof. Dr. Mathias Becker) und in verschiedenen Arbeitsgruppen.
Prof. Dr. Matthias Wissuwa erhält die Dundee Root Medal
Die Dundee Root Medal wird jährlich von der International Society of Root Research (ISRR) zusammen mit dem James Hutton Institute vergeben und zeichnet ausdrücklich Wissenschaftler mit herausragenden Beiträgen zur Wurzelforschung aus.
Verleihung des Titels apl.-Prof. an PD Dr. Jürgen Burkhardt
Herrn PD Dr. Jürgen Burkhardt wurde der Titel „Außerplanmäßiger Professor“ für das Fachgebiet Bioklimatologie / Pflanzenernährung durch den Rektor der Universität Bonn verliehen.
Die Urkundenübergabe erfolgte am 19.08.2026 durch Dekan Prof. Dr. Heiko Schoof.
Herzlichen Glückwunsch an Yeshambel Emewodih Mihiret zum Bestehen seiner Doktorprüfung
Am 14. Juli 2026 verteidigte Yeshambel Emewodih Mihiret seine Doktorarbeit mit dem Titel „Regulatory Networks Underlying Plant Nutrient Status: From Diagnostic Molecular Sentinels to Inositol Pyrophosphate-Driven Metabolic Control“. In einem sehr gelungenen Vortrag präsentierte er die zentralen Ergebnisse seiner Forschungsarbeit und stellte sich anschließend erfolgreich den Fragen der Prüfungskommission.
Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.
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