INRES - Pflanzenernährung
Die Pflanzenernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung e.V. definiert als die Lehre von den Funktionen und der Dynamik von Nährstoffen in Pflanzen, Böden und Ökosystemen und von den pflanzlichen Stoffbildungsprozessen mit den Zielen
- das Wachstum der Pflanzen zu verbessern
- die Qualität der Ernteprodukte zu steigern
- die Bodenfruchtbarkeit zu optimieren
- das Recycling von Nährstoffen zu fördern
- den Aufwand an Produktionsmitteln zu vermindern
- düngungsbedingte Umweltbelastungen zu minimiere
Diesen Zielen widmet sich der Bereich Pflanzenernährung des INRES mit der Professur für Ökopysiologie der Pflanzenernährung (Prof. Dr. Gabriel Schaaf), der Professur für Pflanzenernährung in den Tropen und Subtropen (Prof. Dr. Mathias Becker) und in verschiedenen Arbeitsgruppen.
Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.
Leistungskurs Biologie besucht das INRES - Pflanzenernährung
Am 21. Januar 2026 besuchte der Biologie-Leistungskurs der Gesamtschule Rheinbach im Rahmen einer wissenschaftlichen Exkursion die Abteilung Pflanzenernährung am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn.
Tropentag 2025: Nachhaltige Landnutzung und globale Ernährungssicherheit
Vom 10. bis 12. September 2025 wird die Universität Bonn gemeinsam mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), dem Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) und der Arbeitsgemeinschaft für Tropische und Subtropische Agrarforschung (ATSAF e.V.) Gastgeber des renommierten Tropentags (TT25) sein. Rund 900 Expertinnen und Experten aus Forschung, Lehre und Praxis aus aller Welt werden zur internationalen Fachkonferenz erwartet. Im Mittelpunkt stehen Diskussionen über aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungsansätze in den Bereichen tropische Landwirtschaft, nachhaltige Landnutzung und globale Ernährungssicherheit.
Antrittsvorlesung von Matthias Wissuwa
Im Rahmen des Dies Academicus hält Dr. Matthias Wissuwa seine Antrittsvorlesung mit dem Titel: "Gene banks preserve the crop genetic diversity for future use – but how to utilize this resource?" (in englischer Sprache).
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